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Muschelkleber

06. November 2008, Quelle: idw - Informationsdienst Wissenschaft, Bildquelle: Creative Commons / Andreas Trepte, Marburg

So lässt sich kleben: Manche Muscheln heften sich mit Proteinen an den Untergrund, die mit einem geringen Anteil der bindenden Aminosäure Dopa genauso gut haften wie mit einem hohen. 
Bild: Creative Commons / Andreas Trepte, Marburg

Klebende Muschelproteine haften weitgehend unabhängig davon, wie viele bindende Bestandteile sie enthalten - damit werden neuartige Klebstoffe möglich.

Chemiker können von manchen Muscheln lernen. Miesmuscheln etwa produzieren einen Klebstoff, der auch unter Wasser fest an Metallen und Stein haftet. Das entsprechende Protein der Schalentiere ahmen Chemiker mit einem Kunststoff nach, der die gleichen klebenden Bestandteile enthält. Egal ob der Kunststoff ganz oder nur zu einem Zehntel aus der Komponente besteht, er haftet gleich gut. Das haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung und der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz festgestellt. Die 90 Prozent des Polymers, die für eine gute Haftung nicht nötig sind, lassen sich womöglich mit anderen Funktionen ausstatten, etwa mit chemischen Anhängseln, die auf anderen Oberflächen Halt geben können als auf Metall oder Stein. (Advanced Materials, Oktober 2008)

Weitere Informationen:
http://goto.mpg.de/mpg/pri/200811042/


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