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Wirkstofftransfer per Nanorucksack
28. November 2008, Quelle: J. Rice / Technology Review, Bildquelle: Technology Review
Lebende Zellen, die mikroskopisch kleine Behältnisse aus einer Polymer-Nanostruktur tragen, könnten eines Tages zum Transport von Wirkstoffen oder Kontrastmitteln zu erkranktem Gewebe verwendet werden. Forschern am MIT ist es nun erstmals gelungen, solche Objekte zu konstruieren und sie mit magnetischen Partikeln zu füllen. Diese Nanorucksäcke wurden dann auf die Oberfläche von Immunzellen aufgebracht, ohne dass diese ihre Fähigkeit verloren, mit ihrer Umwelt zu interagieren.
Die Nanorucksäcke bestehen aus drei dünnen Schichten eines Polymerfilms. Die unterste Schicht verankert die Struktur beim Aufbau und beim Beladen. Der mittlere Bereich trägt den zu transportierenden Stoff. Die dritte und oberste Schicht dient wiederum als das Segment, das sich hakenartig an die Oberfläche der Zelle anheftet.
Nachdem die Nanorucksäcke synthetisiert wurden, ergänzten die Forscher eine Lösung aus lebenden Immunzellen, die sofort von der obersten Schicht angezogen wurden. Dann wurde die Temperatur gesenkt, um die untere Schicht aufzulösen, was die Zellen wieder frei schwimmen ließ.
Dieser Prozess ermögliche eine große Breite möglicher Tragelasten, sagt Michael Rubner, Direktor des Zentrums für Material- und Ingenieurwissenschaften am MIT und leitender Autor der Studie. Da die Zellen erst ganz am Schluss ergänzt werden, gibt es auch keine Gefahr, dass sie beim Bau und Beladen der Nanorucksäcke durch den Einsatz eventuell toxischer Chemikalien zerstört werden. "Man kann die härteste Chemie verwenden, die man möchte, denn es gibt ja keine Zellen, die abgetötet werden könnten", sagt Rubner. Nur im letzten Schritt des Prozesses, wenn sich die Zellen an die Oberfläche anlagern, greifen sie sich die Nanorucksäcke und "heben sie auf".
Vollständige Nachricht: http://www.heise.de/tr/artikel/119369
Originalveröffentlichung: http://pubs.acs.org/cgi-bin/abstract.cgi/nalefd/asap/abs/nl802404h.html










