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Chinesisches Fusionsexperiment EAST in Betrieb gegangen

29. September 2006, Quelle: idw

PlasmaNews (oval)

Mit der Erzeugung des ersten Plasmas ging am 27. September 2006 das neue Fusionsexperiment Chinas, der "Experimental Advanced Superconducting Tokamak" EAST im Institut für Plasmaphysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Hefei in Betrieb. Mit EAST - der ersten vollständig supraleitenden Fusionsanlage vom Typ Tokamak - gewinnt China Anschluss an aktuellste Fragen der Fusionsforschung.
Ziel der weltweiten Bemühungen um die Kernfusion ist es, die Energieproduktion der Sonne in einem irdischen Kraftwerk nachzuvollziehen. Brennstoff ist ein dünnes ionisiertes Wasserstoff-Gas, ein "Plasma". Um das Fusionsfeuer zu zünden, muss es gelingen, das Plasma wärmeisoliert in Magnetfeldern einzuschließen und auf Temperaturen über 100 Millionen Grad aufzuheizen. Während der magnetische Käfig in den meisten Fusionsanlagen heute noch mit normalleitenden Kupferspulen erzeugt wird, wird in EAST das Plasma in einem durch supraleitende Spulen hergestellten Magnetfeld eingeschlossen. Auf Tieftemperatur nahe dem absoluten Nullpunkt abgekühlt, verbrauchen diese Spulen beim Betrieb nahezu keine Energie. So kann die Anlage lange Entladungspulse von mehreren Minuten Dauer erreichen.


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