PlasmaNews Juli 2008

Wußten Sie schon ...


... wie der »Sound des Polarlichts« klingt?

Das erste Geräusch, das Außerirdische von der Erde wahrscheinlich hören würden, ist ein Zirpen und Pfeifen, das ein bisschen so klingt wie R2-D2, der kleine Roboter aus den Star-Wars-Filmen. In Wirklichkeit handelt es sich jedoch um Radiowellen, die ebenso wie Polarlichter durch Teilchen des Sonnenwinds hervorgerufen werden. Neue Ergebnisse der Mission »Cluster« der europäischen Raumfahrtagentur ESA tragen nun zu einem besseren Verständnis der sogenannten Auroral Kilometric Radiation (AKR) bei. Die AKR wurde in den frühen 1970er Jahren entdeckt und ist 10.000-mal intensiver als das stärkste militärische Radarsignal.

Jahrzehntelang hatten Astronomen angenommen, dass sich die Radiowellen kegelförmig –ähnlich wie das Licht einer Taschenlampe– ins All ausbreiten. Doch dies trifft offenbar nicht zu, wie die Analyse von 12.000 AKR-Ausbrüchen jetzt gezeigt hat. Vielmehr werden die Radiowellen als schmaler Streifen abgestrahlt. Es ist so, als ob man die Taschenlampe mit einer Maske mit einem kleinen Schlitz abdeckt, durch den Licht entweichen kann. Für jeden der analysierten AKR-Ausbrüche konnten die Wissenschaftler den Ausgangspunkt genau bestimmen. Dieser umfasst jeweils nur wenige zehn Kilometer große Regionen im Erdmagnetfeld und liegt einige tausend Kilometer über den Orten, an denen auch Polarlichter auftreten.

Mehr Informationen und den »Sound des Polarlichts« zum Anhören finden Sie hier:
http://www.esa.int/esaCP/SEMLX5SHKHF_index_0.html




Zurück zur Artikelübersicht

VDI Technologiezentrum GmbH